Das KZ Buchenwald

Heute fand die Fahrt nach Buchenwald in das Konzentrationslager statt.

– Eine Fahrt, die einen aufklären und nachdenklich machen sollte. –

Um 9.00 Uhr erwartete uns der Bus, der vorhatte mit uns in das Jahr 1937-1950 „zurück zu reisen“.

Die Busfahrt dauerte ungefähr 3 Stunden. Die kamen einen so ellenlang vor. Zwischendurch wurde aber auch eine 45 minütige Pause eingelegt. Also blieb noch genügend Zeit sich eine Kleinigkeit bei McDonald zu holen. In den letzten fünf Minuten spürte man regelrecht die Aufregung, an den immer lauter werdenden Stimmen.

21.03.2010

Nun war es endlich soweit, wir durften aussteigen. Als erstes wurde eine Jugendherberge mit Informationsstelle sichtbar…. und die Toiletten (WICHTIG). Dies war der Teil für die Touristen, der praktisch neu bzw. umgebaut wurde.  Unser Tag in Buchenwald konnte beginnen.

21.03.2010 21.03.2010

Zuerst sahen wir uns in einem kleinen Kinosaal einen Film über den Nationalsozialismus an.

Anschließend wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekamen jeweils einen sogenannten „Reiseleiter“ zugewiesen, der uns durch diese Gedenkstätte führte und uns wichtige Fakten dazu erläuterte. Unser „Reiseleiter“ heißt Herr Koch und war von Beruf Biologielehrer.  Wir begannen unsere Führung mit den Gebäuden, wo die SS Leute untergebracht waren und ausgebildet wurden(Kaverne). Dann schauten wir uns die Zwinger von Bluthunden an.

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Die SS Leute hielten diese Bluthunde, um Menschen zu fangen und zu töten, die flüchten wollten, eine andere Religion hatten, die eine andere Nationalität hatten, die anders aussahen ( anderes Aussehen hatten) u.s.w. Die Stimmung wurde allmählig bedrückend.

Danach zeigte uns Herr Koch eine Straße(5km lang) die, wie er uns erklärte, aus zwei Abschnitten bestand und die einzige Verbindung zur „Außenwelt“ war. Die Straße führte meist hinein in den Höllenschlund“,, jedoch nicht mehr raus. Ein Teil hieß Blutstraße, der andere wurde Characho Weg genannt.  Die Menschen, die man in das KZ brachte, mussten Häftlingskleidung anziehen und ca. 3km zu Fuß mit ihrem geringem Gepäck(wenn sie eines hatten) laufen und hatten ständig SS Leute mit ihren Bluthunden im Rücken. Dieses Stück nannte man Blustraße, weil dort schon ein Teil von den Häftlingen nach belieben umgebracht wurde. Die SS Leute behandelten die Menschen wie Tiere, durften mit ihnen machen was sie wollten, obwohl die meisten Menschen eigentlich unschuldig waren.

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Kaum vorstellbar, dass das gerade mal der Anfang vom Ganzen war.

Der zweite Abschnitt bestand aus einem ca. 2km langen Weg, den die Häftlinge in einer Reihe rennend zurücklegen mussten. Wenn einer stolperte und fiel, fielen die anderen mit oder über ihn drüber. Dabei entstand eine Art „Menschenknäul“ und man will sich nicht vorstellen, wie die SS Leute den Menschen wieder „aufhalfen“. Dies hatte es mit dem Characho Weg auf sich.

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Weiter ging es mit dem Eingang des umzäunten Lagers. Dieser bestand aus einem größeren Wachturm und aus einem Tor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“, was in diesem Fall auch schon sehr ausdruckskräftig war. Das besondere an dem oberen Wachturm ist die Uhr, sie steht seit der Befreiung am 11. April 1945 auf 15.15 Uhr still, genau zu der Zeit an dem die Amerikaner einrückten.

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Danach schauten wir uns ein Modell vom Lager an, an dem Herr Koch uns zeigte wo wir uns im Moment befanden und erklärte uns, wie das Lager aufgebaut war.

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Außerdem erfuhren wir, das die Frau von dem damaligen Lagerkommandanten, Ilse Koch(hat nichts mit unserem Reiseleiter Herr Koch zu tun), mit bestimmte wer umgebracht werden sollte und wer nicht. Sie ließ auch Häftlinge töten, die sie über etwas längere Zeit hinweg anstarrten (es war ein reines Männerlager und die männlichen Häftlinge bekamen so gut wie nie eine Frau zu gesicht)oder sie ließ Häftlinge umbringen, die ein Tatoo trugen. Dies wurde gegärbt, dieses Hautstück, um es anschließend in ein „Fotoalbum“ (bestand ebenfalls aus menschlicher Haut) für Ilse Koch zu kleben. Wir schauten uns den umgebauten Pferdestall an. Dort wurden Kriegsgefangene mit einem Genickschuss ermordet.

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Dann erfuhren wir, das die Häftlinge alle eine Nummer bekamen, nicht mehr mit ihrem richtigen Namen angesprochen wurden und einen Wimpel bekamen, z.B.:

rosa          = homosexuell

schwarz    = Asozial

rot             = politisch

grün          = kriminell

roter (Spitze unten) und gelber (Spitze nach oben)       = Juden

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Des Weiteren sahen wir uns die Pathologie, wo man z.B. die Organe oder die Goldzähne von toten Häftlingen entfernt hat und weiter verkauft wurde oder mit gehandelt wurde.

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Dann schauten wir uns noch die Öfen an, wo die Leichen verbrannt wurden und vieles mehr.

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Weiteres, z.B.:

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Um 18.15 Uhr trafen wir wieder in Magdeburg ein, mit vielen Eindrücken die so mancher von uns erst verarbeiten muss. Für uns war dieser Tag sehr eindrucksvoll und hat uns zum Nachdenken bewegt.

(Bildungs- und Freizeitangebote des Kinder- und Jugendhauses Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V.)

2 Responses to “Das KZ Buchenwald”

  1. dennis sagt:

    das hätte ich nie gedacht das das so schlimm war

  2. fiene-Biene sagt:

    wenn man sich überlegt, welche Grausamkeiten die Menschen(SS-Leute) an anderen Menschen vollzogen haben!!! einfach barbarisch!!

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