Archive for März, 2010

Das KZ Buchenwald

Sonntag, März 21st, 2010

Heute fand die Fahrt nach Buchenwald in das Konzentrationslager statt.

– Eine Fahrt, die einen aufklären und nachdenklich machen sollte. –

Um 9.00 Uhr erwartete uns der Bus, der vorhatte mit uns in das Jahr 1937-1950 „zurück zu reisen“.

Die Busfahrt dauerte ungefähr 3 Stunden. Die kamen einen so ellenlang vor. Zwischendurch wurde aber auch eine 45 minütige Pause eingelegt. Also blieb noch genügend Zeit sich eine Kleinigkeit bei McDonald zu holen. In den letzten fünf Minuten spürte man regelrecht die Aufregung, an den immer lauter werdenden Stimmen.

21.03.2010

Nun war es endlich soweit, wir durften aussteigen. Als erstes wurde eine Jugendherberge mit Informationsstelle sichtbar…. und die Toiletten (WICHTIG). Dies war der Teil für die Touristen, der praktisch neu bzw. umgebaut wurde.  Unser Tag in Buchenwald konnte beginnen.

21.03.2010 21.03.2010

Zuerst sahen wir uns in einem kleinen Kinosaal einen Film über den Nationalsozialismus an.

Anschließend wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekamen jeweils einen sogenannten „Reiseleiter“ zugewiesen, der uns durch diese Gedenkstätte führte und uns wichtige Fakten dazu erläuterte. Unser „Reiseleiter“ heißt Herr Koch und war von Beruf Biologielehrer.  Wir begannen unsere Führung mit den Gebäuden, wo die SS Leute untergebracht waren und ausgebildet wurden(Kaverne). Dann schauten wir uns die Zwinger von Bluthunden an.

21.03.2010

Die SS Leute hielten diese Bluthunde, um Menschen zu fangen und zu töten, die flüchten wollten, eine andere Religion hatten, die eine andere Nationalität hatten, die anders aussahen ( anderes Aussehen hatten) u.s.w. Die Stimmung wurde allmählig bedrückend.

Danach zeigte uns Herr Koch eine Straße(5km lang) die, wie er uns erklärte, aus zwei Abschnitten bestand und die einzige Verbindung zur „Außenwelt“ war. Die Straße führte meist hinein in den Höllenschlund“,, jedoch nicht mehr raus. Ein Teil hieß Blutstraße, der andere wurde Characho Weg genannt.  Die Menschen, die man in das KZ brachte, mussten Häftlingskleidung anziehen und ca. 3km zu Fuß mit ihrem geringem Gepäck(wenn sie eines hatten) laufen und hatten ständig SS Leute mit ihren Bluthunden im Rücken. Dieses Stück nannte man Blustraße, weil dort schon ein Teil von den Häftlingen nach belieben umgebracht wurde. Die SS Leute behandelten die Menschen wie Tiere, durften mit ihnen machen was sie wollten, obwohl die meisten Menschen eigentlich unschuldig waren.

21.03.2010

Kaum vorstellbar, dass das gerade mal der Anfang vom Ganzen war.

Der zweite Abschnitt bestand aus einem ca. 2km langen Weg, den die Häftlinge in einer Reihe rennend zurücklegen mussten. Wenn einer stolperte und fiel, fielen die anderen mit oder über ihn drüber. Dabei entstand eine Art „Menschenknäul“ und man will sich nicht vorstellen, wie die SS Leute den Menschen wieder „aufhalfen“. Dies hatte es mit dem Characho Weg auf sich.

21.03.2010

Weiter ging es mit dem Eingang des umzäunten Lagers. Dieser bestand aus einem größeren Wachturm und aus einem Tor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“, was in diesem Fall auch schon sehr ausdruckskräftig war. Das besondere an dem oberen Wachturm ist die Uhr, sie steht seit der Befreiung am 11. April 1945 auf 15.15 Uhr still, genau zu der Zeit an dem die Amerikaner einrückten.

21.03.2010

Danach schauten wir uns ein Modell vom Lager an, an dem Herr Koch uns zeigte wo wir uns im Moment befanden und erklärte uns, wie das Lager aufgebaut war.

21.03.2010

Außerdem erfuhren wir, das die Frau von dem damaligen Lagerkommandanten, Ilse Koch(hat nichts mit unserem Reiseleiter Herr Koch zu tun), mit bestimmte wer umgebracht werden sollte und wer nicht. Sie ließ auch Häftlinge töten, die sie über etwas längere Zeit hinweg anstarrten (es war ein reines Männerlager und die männlichen Häftlinge bekamen so gut wie nie eine Frau zu gesicht)oder sie ließ Häftlinge umbringen, die ein Tatoo trugen. Dies wurde gegärbt, dieses Hautstück, um es anschließend in ein „Fotoalbum“ (bestand ebenfalls aus menschlicher Haut) für Ilse Koch zu kleben. Wir schauten uns den umgebauten Pferdestall an. Dort wurden Kriegsgefangene mit einem Genickschuss ermordet.

21.03.2010   21.03.2010

Dann erfuhren wir, das die Häftlinge alle eine Nummer bekamen, nicht mehr mit ihrem richtigen Namen angesprochen wurden und einen Wimpel bekamen, z.B.:

rosa          = homosexuell

schwarz    = Asozial

rot             = politisch

grün          = kriminell

roter (Spitze unten) und gelber (Spitze nach oben)       = Juden

21.03.2010

Des Weiteren sahen wir uns die Pathologie, wo man z.B. die Organe oder die Goldzähne von toten Häftlingen entfernt hat und weiter verkauft wurde oder mit gehandelt wurde.

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Dann schauten wir uns noch die Öfen an, wo die Leichen verbrannt wurden und vieles mehr.

21.03.2010

Weiteres, z.B.:

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Um 18.15 Uhr trafen wir wieder in Magdeburg ein, mit vielen Eindrücken die so mancher von uns erst verarbeiten muss. Für uns war dieser Tag sehr eindrucksvoll und hat uns zum Nachdenken bewegt.

(Bildungs- und Freizeitangebote des Kinder- und Jugendhauses Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V.)

Der traumhafte Tanzabschlussball

Samstag, März 20th, 2010

Der heutige Abend war einzigartig, atemberaubend, einfach traumhaft, aber auch spaßig zugleich. XD

Endlich durften die Mädels und Jungs vom Tanzkurs zeigen, was sie bisher in den 8 Stunden harten Trainings gelernt und einstudiert hatten, um mit einem sehr abwechslungsreichen und gelungenem Programm am heutigen Abend zu punkten.

Der Tanzabschlussball fand in Magdeburg im Amo- Kulturhaus statt. DieTanzpaare sollten sich schon um 17.30 Uhr dort einfinden und um 18.30 Uhr war Einlass für die Eltern, Verwandten und Freunde.

Beim Anblick der Mädels, mit ihren schicken und edlen Tanzkleidern, blieb manch einem Jungen die Spucke weg.=)=)=)     Es gab die unterschiedlichsten  Kleider und jedes saß wie angegossen, doch viele Mädels hatten (jedenfalls für einen Tanzabschlusball) ungeeignetes Schuhwerk an. Die meisten trugen nähmlich Hackenschuhe, besonders „High Heels“, mit denen sie überhaupt nicht laufen konnten, geschweige denn tanzen. Die Jungs hingegen hatten nicht den Troubel „Ach wie mache ich denn meine Haare, stehen mir Locken besser als glatte Haare, stecke ich sie hoch??“ oder “ Was ziehe ich überhaupt an, ein Kleid, eine Kombination aus Bluse und Hose???“ oder „Wie schmink ich mich am besten, betone ich die Augen mehr, welcher Lippenstift passt zu meinem Kleid??? und der größte Gedanke, „Oh nein, ist das da ein großer Pickel????“ . Sie brauchten sich nur schnell einen Anzug anzuziehen und die passenden Schuhe noch dazu, jedoch sollte jeder Tanzpartner seiner Partnerin einen kleinen Blumenstrauß oder eine Blume mitbringen. Alles klappte wie geschmiert und nahm Gestalt einer Bilderbuchveranstaltung an!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! =)XD

20.03.2010

Da sich die Jugendlichen(von Frau Diefert aus) schon früher trafen, blieb genügend Zeit um die Tänze nochmals zu verinnerlichen und um sich mehr Klarheit über den Ablauf des bevorstehenden Abends zu verschaffen, da man ja jetzt auch sah, wo sich alles befand. (z.B. Bühne, die langen Tafeln mit den reservierten Plätzen für die Eltern, die Tanzfläche)

Nun konnte der Abend ja beginnen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!=)

Den Anfang machte eine feierliche Polonese, zusammen mit dem Wienerwalzer. Danach folgte der Standardwalzer, der Chachacha, der Tango, der Discofox und der Jeif.  Dann kamen die Turniertänzer von der Tanzschule Diefert und lieferten ein Showprogramm vom Feinsten. Die Erwachsenen blieben auch nicht verschont. Alle mussten rann zum Tanzen und die Eltern tanzten außerdem mit ihren Söhnen/Töchtern die einstudierte Polka.

Abschlussball Diefert

Abschlussball_Diefert

Insgesamt war es ein wirklich gelungener Abend und einer der Höhepunkte im Leben, den man nicht so schnell vergisst.

(Bildungs- und Freizeitangebote des Kinder- und Jugendhauses Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V., hier in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Diefert)

Vorbereitung auf die Buchenwaldfahrt

Mittwoch, März 17th, 2010

Heute trafen wir uns wieder im Club der Jungen Humanisten. Diesmal zu einem doch sehr ernstem Thema. Als Vorbereitung für die Fahrt nach Weimar ins ehemalige KZ Buchenwald, die am Sonntag stattfinden soll, erfuhren wir in einer zweistündigen Gesprächsrunde welche Grausamkeiten an Menschen vieler unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensrichtungen verübt wurden. Auf sehr sensible Art und Weise wurden wir Jugendlichen durch 2 nette Herren an die Thematik herangeführt:

– mit einem Dokumentarfilm, in dem es um die politischen Hintergründe des Nationalsozialismus ging

– Interpretation von rechten Liedtexten der damaligen und heutigen Zeit, die als Manipulation der Menschen(besonders der Jugend)  dienen sollten und sollen
– Aufklärung über die Bedeutung der verschiedensten Symbole der Nationalsozialisten und Erläuterungen über die strategische Vorgehensweise der Nationalsozialisten, um aus einem verbotenen Symbol ein Legales zu machen

– Beantwortung von Fragen zum Thema

Diese Veranstaltung war für uns eine wichtige Voraussetzung, um am kommenden Sonntag mit dem nötigen Respekt dieser historischen Stätte, die uns heute noch mahnen soll, zu begegnen.

(Bildungs- und Freizeitangebote des Kinder- und Jugendhauses Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V. )

Magdeburg kurios – Die Domnacht

Samstag, März 6th, 2010

Ca. 35 Teilnehmer, Eltern und Kinder/Jugendliche,  trafen sich heute um 20.00 Uhr in Magdeburg am Nordturm des Doms.

Es lag total viel Schnee, soweit das Auge reichte und die Kälte spürte man schon nach 10 Minuten am ganzen Körper.

Mit anderen Worten, es war a……..kalt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!=(

Am Domplatz begann die Führung, übenommen von Herrn Kraus (einen alten Bekannten von „Be a Star“). Wir erfuhren eine Menge über den Dom, über die Clewe Festung und über andere Anlagen. Herr Kraus zeigte uns also die „größten“ Sehenswürdigkeiten rund um den Dom und hatte dazu manch kuriose Geschichte. Die Zeit reichte leider nicht aus, um noch mehr wissenswertes zu erfahren.

Herr Kraus erzählte uns jedoch auch ein paar Gruselgeschichten über das, was er uns zeigte. Trotz des heißen Punsches (die Erwachsenen bekamen Glühwein) sollte man sich aber dennoch unbedingt vornehmen an wärmeren Tagen, dieses zu wiederholen.

Außerdem wäre es noch interessant, die Grabstätten im Dom zu besichtigen.

Mein Fazit lautet: Der Dom ist ein wirklich imposantes Gebäude. XD

(Bildungs- und Freizeitangebote des Kinder- und Jugendhauses Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V. –  hier in Zusammenarbeit mit der Urania Magdeburg.)

Renovierung fast abgeschlossen

Donnerstag, März 4th, 2010

Mit dem Einbau unseres neuen Fußbodens haben wir in den letzten Tagen die Renovierungsarbeiten im Billard-, Kicker- und Tischtennisraum fast abgeschlossen. Alle sind froh, dass sich mit dem Steinteppich endlich das Staubproblem des Betonfußbodens erledigt hat.

Steinteppich

(Kinder- und Jugendhaus Kannenstieg, Joh.-R.-Becher-Str. 57, 39128 MD-Kannenstieg – ein Projekt der Jungen Humanisten Magdeburg e.V.)